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Zugang zum Internet (Modem, ISDN, DSL).

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2.2. Modulationsverfahren

Es gibt verschiedene Modulationsverfahren, die auch in der Praxis angewandt werden, wobei die einen schneller und die anderen langsamer sind. Es gibt auch die Kombination der einzelnen Verfahren.

AM (Amplituden-Modulation)

Zwei unterschiedliche Lautstärken (Amplituden) eines Tons geben an, ob ein 0- oder ein 1-Bit übertragen werden soll. Dieses Verfahren wird in der Praxis nicht eingesetzt, da es eine zu geringe Datenrate erlaubt.

FSK (Frequency Shift Keying, Frequenzmodulation)

Eine bestimmte Tonfrequenz wird für 0-Bits, eine andere für 1-Bits benutzt. Für ein Duplex-Modem, d.h. welches Daten gleichzeitig in beiden Richtungen übertragen kann, sind zwei Tonfrequenzpaare erforderlich. Dieses einfache Verfahren wurde bei den alten 300-Bit/s-Modems nach dem V.21-Standard eingesetzt (Standards siehe unten).

PSK (Phase Shift Keying, Phasenmodulation)

Die Tonfrequenz bleibt immer dieselbe, aber die 0- und 1-Bits sind durch unterschiedliche Phasenlagen gekennzeichnet. Als Phasenlage bezeichnet man den Zeitpunkt, zu dem eine Schwingung z.B. ihren Nulldurchgang hat. Da man einem Ton seine Phasenlage anfangs nicht ansieht, sondern nur Änderungen bemerkt, sind zusätzliche Synchronisations-Bits erforderlich. Für die beiden Übertragungsrichtungen benutzt man zwei unterschiedliche Tonfrequenzen. Ältere 1200-Bit/s-Duplexmodems benutzen dieses Prinzip.

QPSK (Quaternäre, d.h. vierwertige PSK)

Jeweils zwei Bits werden zu einem Phasenwechsel zusammengefasst, indem nicht zwei, sondern vier unterschiedliche Phasenlagen des Tonsignals benutzt werden, z.B. 00 = 0°, 01 = 90°, 10 = 180°, 11 = 270°. Dadurch ist bei gleicher Telefon-Bandbreite etwa die doppelte Datenrate möglich. Dieses Verfahren wird z.B. bei 2400-Bit/s-Modems benutzt.

QAM (Quaternäre Amplituden-Modulation)

Zwei Schwingungen gleicher Frequenz sind gegeneinander um 90° phasenverschoben. Ihre Amplitude (Lautstärke) wird jeweils parallel mit zwei Datenbits moduliert. Gegenüber der einfachen Amplitudenmodulation wird bei gleicher Bandbreite die doppelte Datenrate erreicht.

QPSK+QAM

Das QAM-Verfahren wird heute meist in Kombination mit QPSK eingesetzt. Hierfür werden die Tonsignale außer in der Amplitude zusätzlich noch in ihrer Phasenlage beeinflusst. Aus diesem Prinzip kann man Bitraten bis 33,6 kbps erreichen. Allerdings werden derart hohe Datenraten in der Praxis nur bei hervorragender Leitungsqualität erzielt.


Abb. 2.2. Veranschaulichung der verschiednen Modulationsverfahren

Die ersten Modems basierten auf einer asynchronen Übertragungstechnik. Damit ist ein Datentransfer von bis zu 18 kbps möglich. Diese Technik basiert auf der Frequenzmodulation, bei der keine zeitliche Variabilität möglich ist (Start und Stop Bits müssen eingesetzt werden um Datenpakete eindeutig zu kennzeichnen). Es werden 8-Bit Blöcke verschickt, die aus 7 ASCII-Bits und einem Parity-Bit bestehen.

Mit einer synchronen Übertragungstechnik können Geschwindigkeiten bis 56kbps erreicht werden. Diese Technik wird zeitlich gesteuert, daher werden Fehler- und Protokollbits erforderlich, damit die Demodulation überhaupt fehlerfrei möglich wird.

 

  
Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet. (Taschenbuch)
von Simon Singh
Siehe auch:
Fermats letzter Satz
von Simon Singh
Codes. Die Kunst der Verschlüsselung.
von Simon Singh
Big Bang
von Simon Singh
Zwilling der Unendlichkeit. Eine Biographie der Zahl Null.
von Charles Seife
 
    
     
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