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Verdienste freiheitlichen Denkens
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Die Neuen Evangelikalen in den USA: Freiheitsgewinne durch fromme Politik (Gebundene Ausgabe) Die Autorin, selber keine Evangelikale, sieht eine Übergang zwischen den alten zu dednneuen Evangelikalen, der charakterisiert ist durch einen Wandel in der Politik. Es geht nicht nur darum um mit rein demokratischen Mitteln nach Macht zu streben sondern sich klar zu positionieren zu Themen wie der Trennung von Kirche und Staat, Umweltschutz, Kampf gegen die Armut, aber auch der Dienst für den Staat zur Schaffung einer besseren Gesellschaft: "Dieses Dienen wird zum Kennzeichen der christlichen Gemeinschaften, die die Welt nicht mit Hilfe von Macht, sondern revolutionärer Unterordnung verbessern". Das sieht dann so aus, dass sie gegen Homosexualität sind, aber "ihnen zu dienen, wie sie es mit alen Menschen tun". Pally legt wert auf die Feststellung, dass die Gewissensfreiheit und die Trennung von Staat und Kirche christliche Wurzeln hat Die Politik der New Evangelicals berücksichtigt die Vorstellung, dass der Staat grundsätzlich außerhalb des "Gottesreiches" steht, dass dennoch der Christ nach bestem Vermögen dem Staat zu dienen hat, soweit dieser nicht die freie Religionsausübung unmöglich macht. Dieses wie andere Freiheitsrechte soll aber nach den Evangelikalen für alle gelten, gerade auch für Minderheiten. Eine Trennung von Staat und Kirche ohne Gewährung der Religionsfreiheit wie es im Frankreich der Revolution geschah, führt zum Niedergang der Kultur und schadet jedem Staat. Dass man dafür ein Buch schreiben muss? Ist das nicht schon eine Binsenwahrheit im "freien" Westen? Aber wer weiß, ob man das in Zukunft auch noch so sehen kann. In Deutschland werden die Evangelikalen unverständlicherweise öfter in die Ecke gefährlicher Fundamentalisten gerückt. Die Autorin zieht einen geschichtlichen Bogen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie zeigt, dass sich an den Grundsätzen der Evangelikalen in den USA nicht viel geändert hat. Immer wollten sich diese der Verantwortung für Staat und Gesellschaft stellen und leisteten wertvolle aktive Dienste. In deisem Fall kann man sagen, dass die unbestreitbaren Früchte für deren glaubensmäßiges Konzept spricht. Es ist beachtlich, dass eine Nichtevangelikale wie Pally das Lebens- und Kritikrecht gesellschaftlicher Minderheiten für schützenwert proklamiert. Sie anerkennt den positiven Beitrag der Evangelikalen, die sich ihrerseits immer für Freiheitsrechte einsetzen, zur säkularen Gesellschaft und politischen Kultur.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 6. Dezember 2010 |